Dienstag, 19. Juli 2011

Profit um jeden Preis - Die BP Story

Bereits ein Jahr nach der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", bei der 640 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko liefen, erklärte sich BP als Sieger: Das meiste Öl sei verschwunden. Die Gefahr sei gebannt. Doch sieht die Realität bedeutend anders aus. 
 

Zwei Jahrzehnte spürte der Journalist Greg Palast dem Ölkonzern BP nach und fand bei seinen Nachforschungen heraus, dass die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko nicht die einzige ist, für die BP die Verantwortung trägt. Weltweit ist BP an Umweltvergehen beteiligt.

In der Arktis Alaskas ließ BP über 750 000 Liter Öl auslaufen. Der Grund dafür ist, dass BP den Zustand der Pipelines seit acht Jahren nicht mehr überprüft hatte. Das lag nach den Worten eines klagenden Anwalts daran, dass „BPs Programm zur Kosteneinsparung schreckliche Folgen hatte“. Laut einem Programmierer von Testausrüstungen für Ölfirmen können sich die Kosten auf bis zu 1 Million Dollar pro Meile Rohr belaufen. Durch BPs Versäumnis, die Rohre zu überprüfen, hat die Firma vielleicht Millionensummen eingespart, gleichzeitig jedoch die Zerstörung der letzten unberührten Wildnis verursacht.

Schon vor Jahren leitete Greg Palast eine Untersuchung über die Exxon-Valdez-Katastrophe von 1989. Er enthüllte, dass trotz des Namens "Exxon" auf dem Tanker eine Firma namens "Alyeska" für das Eindämmen der Ölpest verantwortlich war, deren Mehrheitsaktionär BP ist. Die Firma reagierte jedoch so langsam, dass das Öl über 2000 km der Küste Alaskas zerstörte. Auch 22 Jahre nach der Ölpest ist das Öl noch an den Stränden zu finden.

UPDATE: Video ist wieder online. Es wurde kurzfristig von Youtube entfernt - fühlte sich jemand etwa durch den Bericht auf die Füße getreten?





In Aserbaidschan entdeckt Palast, dass es 17 Monate vor der Explosion der BP-Ölbohrplattform im Golf von Mexiko eine verdächtig ähnliche Explosion auf einer BP-Plattform im Kaspischen Meer gab. BP hat diese Explosion nie bestätigt, gab jedoch zu, dass es zur Freisetzung von Gasen kam. Die Firma hat ihren internen Bericht über diesen Vorfall, der womöglich zum bis dahin umfangreichsten Austritt von Öl aus einer Offshore-Ölbohrplattform führte, nie veröffentlicht. Und als größter ausländischer Investor des Landes und mithilfe von Bestechungsgeldern hat BP im Polizeistaat Aserbaidschan nichts zu befürchten.


 


Über die Macher der Dokumentation


Greg Palast

Greg Palast gilt als einer der wichtigsten investigativen Journalisten unserer Zeit. Sein Buch "The Best Democracy Money Can Buy" war über ein Jahr lang auf der New York Times Bestsellerliste. In Großbritannien berichtet er regelmäßig für die BBC. Bei seinen Recherchen im Jahr 2000 deckte er den Wahl-Betrug zur US-Präsidentschaftswahl in Florida auf. Tausenden Afro-Amerikanern wurde ihr Stimmrecht entzogen, um die Wahl George W. Bushs zu sichern. Für Profit um jeden Preis: Die BP-Story war Palast beinahe 20 Jahre lang auf den Spuren von British Petroleum unterwegs.

James Brabazon

James Brabazon ist ein preisgekrönter Kriegsjournalist, Dokumentarfilmer und Autor. Er schreibt regelmäßig für britische Zeitungen wie den Observer, den Guardian und Independent. Brabazon war der erste und einzige Journalist, der die Rebellengruppe LURD in Liberia filmte, die dafür kämpfte, Präsident Charles Taylor zu stürzen. Für diese Dokumentation erhielt er zwei Emmy-Nominierungen.

Kommentare:

  1. Bravo, es gibt genug Informationen und Beweise um gegen so ein Handeln vorgehen zu können. Es fehlt durch die Kontrolle der Information an öffentlichem Interesse. Das ist das Spiel der Konzerne. Keine Info - keine Katastrophe! So einfach geht das. Am Spieltisch sitzen mit dabei Banken, Volksvertreter, Medien, Verfassungsgerichte, Militär und Polizei!
    Alles für den Profit der Banken und Konzerne!

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  2. sehr gute Info!!
    gestern Abend hab ich mir den halben Film angesehen dann wurde es mir zu spät und wollte am morgen den Rest ansehen nun heißt es der Filmbeitrag sei Privat??? und ich kann in nicht mehr aufrufen??
    MfG Bernd B.

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  3. Das ist ja seltsam, wieso ist der Film jetzt plötzlich privat? Fült sich da jemand bedroht?

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  4. Hier der selbe Film:
    http://www.youtube.com/watch?v=rC2K346K5cA

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  5. http://www.youtube.com/watch?v=5SBzQTraOmU

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  6. Zu: UPDATE: Video ist wieder online. Es wurde kurzfristig von Youtube entfernt - fühlte sich jemand etwa durch den Bericht auf die Füße getreten?

    Liebe Blogger!

    Wisst ihr noch immer nicht wie das System funktioniert? You Tube, Amazon bei WikiLeaks, Pay Pal für Spendengelder?
    Tut euch zusammen und gründet eine eigene FREIE Plattform wo ihr solche Berichte hinterlegen und anspeichern könnt. Nur wird es immer schwerer ein freies Land zu finden wo dieser Server betrieben werden kann, denn schön langsam haben die MSM-Interessenvertreter auch schon den letzten weißen Fleck auf den Globus besetzt!
    Die zur Schau gestellte Pressefreiheit erinnert inzwischen an Potemkins Dörfer!

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