Stuxnet greife speziell Industriesysteme aus dem Hause Siemens an und übermittle dann Daten ins Ausland, gab die iranische Regierung außerdem erstmals zu. Es scheint, als könne der Computerschädling die „ferngesteuerte“ Übernahme von Kraftwerken, Pipelines, Energieversorgern und sogar Ampelsteuerungen in Städten ermöglichen. Experten schätzen, man habe mindestens 6 Monate zur Entwicklung dieses Viruses gebraucht und vermuten professionelle Geheimdienstler dahinter.
Der Experte und Buchautor Arne Schönbohm hatte erst vor wenigen Tagen in der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“ erklärt, ein Angriff auf iranische Atomanlagen mit Computerviren sei ein durchaus denkbares Szenario. „Der Cyberspace wird mittlerweile als fünftes militärisches Schlachtfeld neben dem Boden, der Luft, dem Wasser und dem Weltraum gesehen.“
Also ich war bisher der Meinung die stuxnet-Attacke sei Anfang 2009, also vor über eineinhalb Jahren erfolgt? Woher stammen die aktuellen Meldungen, bzw. sind die wirklich aktuell?
AntwortenLöschenOK, ich hab's kapiert! Der Angriff erfolgte vor etwa eineinhalb Jahren und erst in diesem Juli 2010 wurde die malware stuxnet "offiziell" entdeckt. Seit ein paar Tagen wird nun im Mainstream darüber geschrieben. Empfehlenswert ein Artikel in der FAZ!
AntwortenLöschenDie Massenmedien berichten großteils erst seit diesem Wochenende über Stuxnet. Ich habe bisher keine Information gefunden, dass der Angriff schon eineinhalb Jahre her sein sollte !!?? Hast du eine Quelle zum Nachlesen ?
AntwortenLöschenGuter Artikel zu dem Thema:
http://www.gulli.com/news/stuxnet-eine-cyber-waffe-2010-09-22
(Zitat FAZ:) Ausgehend von Anfang 2009 als Aktionsdatum, ergibt sich eine faszinierende Kette von Indizien. Mitte Juli 2009 publizierte Wikileaks eine kryptische Notiz mit dem Hinweis eines Informanten aus Iran auf einen nuklearen Unfall in Natanz, der sich kurz zuvor ereignet haben soll. In Natanz wird ein Großteil des iranischen Urans mit Hilfe von Zentrifugen angereichert. Die BBC meldete zur gleichen Zeit, dass der Leiter der iranischen Atombehörde, Gholam Reza Aghazadeh, zurückgetreten sei. Schon damals gab es Spekulationen über ein Einwirken im Rahmen des klandestinen Antiproliferationsprogrammes, das westliche Geheimdienste seit Jahren gegen den Iran betreiben. Die Dienste versuchen durch allerlei Methoden, das iranische Atomprogramm zu behindern und zu verzögern. Statistiken, die aus Daten der Internationalen Atomenergiebehörde erstellt wurden, legen nahe, dass nach dem Frühjahr 2009 die Zahl der tatsächlich betriebenen Anreicherungszentrifugen in Iran deutlich abgenommen hat, trotz Installation von immer mehr Zentrifugen. Ereignisse im Frühjahr 2009 haben die Kapazität des iranischen Anreicherungsprogrammes offenbar nachhaltig beschränkt. War stuxnet womöglich der Auslöser?
AntwortenLöschenSchöne Grüße von der CIA würde ich mal sagen.
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