Freitag, 19. März 2010

Liebe

Was ist Liebe? Diese Frage wurde schon unendliche Male gestellt. Wir würden der Antwort deutlich näher kommen, wenn wir uns eingestehen würden, dass wir nicht wissen, was sie ist und was sie bedeuten soll.

Die Liebe stört unsere mechanische Welt. Wir werden erzogen zu funktionieren wie Maschinen. Doch etwas in uns lässt das nicht zu. Wir arbeiten nicht wie Sklaven, wir gehorchen nicht wie Schafe, wir benehmen uns nicht wie Monster. Jedenfalls nicht jeder. Es gibt etwas, das uns davon abhält. Gefühle, Liebe, oder wie auch immer man "es" nennen mag. Sieht man in die Welt hinaus, sieht man nicht das Paradies. Milch und Honig fließen hier nicht, Blut und Schmerz ist, was wir haben. Mehr als genug. Die die genug materielle Dinge haben, wollen mehr, die die nichts haben, bekommen nicht mehr. Die einen hungern, die anderen mästen sich. Wieso ist noch nicht alles zusammengebrochen? Wieso haben die bösen Mächte uns noch nicht vollständig versklavt, unser aller Hirne gewaschen, ihre Weltregierung installiert und orwellsche Zustände a la "1984" wahr gemacht?

Meine Antwort darauf ist die Liebe. Sie ist überall und in jedem von uns. Jeder der meint, sie sei nur Chemie oder Elektronen in unserem Hirn, kann sie nicht verstanden haben. Ich gehe so weit zu sagen, sie ist das einzige, mit allen anderen Gefühlen, was wir wirklich wissen. Das einzige was wir wirklich und ehrlich sagen können ist das was wir fühlen. Unsere Gedanken können falsch sein, uns belügen und manipuliert werden. Deshalb wissen wir nur, was wir fühlen, weil wir sicher sind, dass das Gefühl existiert. Wir wissen sonst garnichts.

In der Medizin, der Physik, der Astronomie, der Biologie. Gar nichts wissen wir! Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie. Zu jeder Theorie eine Gegentheorie. Das meiste ist überhaupt nur eine Theorie. Urknalltheorie, Evolutionstheorie... Am Anfang soll alles geknallt haben und aus dem Nichts sind wir erschaffen, wir haben keine Ahnung woher die Gravitation kommt und plötzlich ist da auch noch die Quantenphysik, welche alles auf den Kopf stellt. Wir müssen uns eingestehen, wir haben keine Ahnung vom Universum! Wir verstehen weder unseren Planeten, noch die anderen Planeten, die Sonne oder gar das Universum. Ihr schlauen Forscher da draußen, die ihr nur von Forschungsgelder lebt und die Wissenschaft schon lange verraten habt, was könnt ihr sagen, wisst ihr mit Sicherheit??

Zeit wäre es anzufangen uns selbst endlich kennenzulernen. Wenn wir uns selbst kennen, dann können wir anfangen über andere Dinge zu reden, vorher hat das keinen Sinn.

Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. - Isaac Newton

Isaac Newton war Physiker, Mathematiker, Philosoph, Astronom und Alchemist. Ein Zitat wie dieses von einem Wissenschaftler wie er einer war, sagt viel über unser Wissen aus.

Unsere endlose Arroganz, unsere endlose Einbildung etwas Intelligentes, Besonderes oder gar Wichtiges zu sein! Wir sind nur ein paar Milliarden Geschöpfe auf einem Planeten und haben Glück, dass uns noch kein Asteroid oder Polsprung ausgelöscht hat. Aber das schaffen wir bestimmt ganz ohne fremde Hilfe !


So genug geschimpft. Ich habe viele Fragen über die Liebe, vielleicht hat jemand die selben Fragen oder sogar ein paar gute Denkansätze dazu..

Kann man mehr als einen Menschen so lieben wie man seinen Partner liebt?
Wenn ja, und ich weiß nicht ob es möglich ist, sind Dinge wie Eifersucht und monogame Beziehungen überflüssig.

Gibt es eine universelle Liebe, die alle Menschen umfasst und in der sich alle Menschen lieben können?
Ich glaube ja. Je offener und befreiter man wird, desto mehr fallen Barrieren zwischen anderen Menschen. Sie werden vom Feind zum Freund. Barrieren sind von der Gesellschaft erschaffen und existieren nur in unsern Köpfen.
Wieso wehren sich die Menschen so sehr gegen die Liebe, kennt sie doch jeder zur Mutter, zum Vater, zu den Geschwistern, zur Familie, zu seinen Freunden und zu seinem/seiner Geliebten?

Wie könnte eine Welt aussehen, in der nicht Hass, Gier, Eifersucht und Gewalt herrschen, sondern Mitgefühl, Toleranz, Verständnis und Freundschaft? 

Wieso bekämpfen, wenn es zusammen so viel einfacher und schöner ist?

Die Logik kommt hier nicht weit. Logisch ist nur, dass wir so wie bisher nicht mehr lange weitermachen können.

Den größten Fehler, den wir alle machen, ist zu versuchen die Liebe zu verstehen. Gefühle sind Herzsache. Gedanken sind Kopfsache. Man kann weder Gefühle verstehen, noch Gedanken fühlen. Das ist als würde man eine Kassette in ein CD-Laufwerk stecken. Wird nicht funktionieren! Wir kennen aber nichts anderes mehr, als zu denken. Gefühle sind "uncool", "schwul", "weichlich" etc.. doch wie weit haben uns unsere Gedanken gebracht? 2 Weltkriege, der 3. steht nicht weit vor der Tür.

Ich wollte diesem Artikel ein Bild hinzufügen, doch ich kam auf kein passendes Motiv. Wie stellt man Liebe dar? Ist es ein Kuss, eine Umarmung? Ein Herz oder ... die Leber? Am besten man stellt sie gar nicht dar. Was man nicht sehen kann, soll am besten auch nicht bildlich dargestellt werden.

Jetzt kommt der nächste daher und sagt, die Liebe sehe ich nicht und ich kann sie nicht angreifen, das ist alles eine böse Verschwörungstheorie!

Die Wahrheit wird siegen. Aber schön zu sehen, wie sehr sich die Lügner anstrengen, alles zu vertuschen und zu verharmlosen und scheitern werden. Schön zu wissen, dass es eine Macht wie die Liebe gibt. Nur nicht aufgeben, denn es gibt Hoffnung.


Verwandter Artikel: "Franchise Everybody"

Kommentare:

  1. Du bist ein Beinahe-Prophet :-)

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  2. Liebe ist das, was bleibt, wenn das Ego zurücktritt. Allerdings darf man es nicht mit der "Liebe" des Ego verwechseln, die nichts anderes ist, als Kontrolle, Bedürfnisbefriedigung, Besitzergreifung und Selbstwertbestätigung und die letztendlich nur weiteres Leid verursacht. Wer das begriffen hat, wird über die zahllosen Liebeslieder, Gedichte und andere Huldigungen der "Liebe" nur noch müde lächeln können. Die "spirituelle" Liebe ist nicht objektgerichtet. Man kann Sie auch als Mitgefühl bezeichnen, aber auch hier darf man es nicht mit der Ego-Variante verwechseln, wie z.B. Mitgefühl der Selbstdarstellung wegen oder zur Beschwichtigung eines schlechten Gewissens. Wer das begriffen hat und Liebe erfährt, braucht auch keinen Partner mehr, denn dann weiss man, dass man bereits vollständig ist.

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  3. sehr interessante gedanken! ... die bringen mich erneut zum grübeln - danke!
    mfg der gastgeber

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  4. manchmal kommt mir jemand entgegen und lächelt mir zu.
    da weiß ich, daß ich voll freude bin.
    auf meinem gesicht hat jemand ein leuchten gesehen
    und hat selbst zu leuchten begonnen, auf mich hin.
    - Ernst Jandl, peter und die kuh

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  5. Genauso wie seine(n) Partner(in) kann man -denke ich- nur selbige(n) LIEBEN. Liebe und universelle Harmonie sind verschiedene Gefühle. Monogamie ist überflüssig, Eifersucht und Liebe schließen sich fast schon gegenseitig aus. Wer Jemanden wirklich liebt, muss erstmal sich selbst lieben und achten und das Gefühl haben, er werde von ihm/ihr ebenso wertgeschätzt. Eifersucht zeigt vielfach Minderwertigkeitsgefühle, immer mangelnde Sicherheit bezüglich der Emotionen des Geliebten, der Partnerschaft an sich, oft sogar Besitzdenken. Zuneigung und erotische Anziehung mag dennoch gegeben sein. Liebe wohl kaum. Wer liebt, will glücklich machen und freut sich am Glück des Anderen, anstatt sich angegriffen zu fühlen. Universelle Harmonie -Wohlwollen, Mitgefühl, Geschwisterlichkeit- ist keine sooo erstrebenswerte ALTERNATIVE dazu.
    @ PlanarPortals.com: Falsch geraten. Der Christenpapst hätte andererseits bestimmt seine Freude an ihrem asketischen Unfug. Meines Erachtens.

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  6. was Anonym grade eben beschrieben hat das man die Liebe nicht mit der ego Liebe verwechseln soll, trifft leider genau auf mich zu. Die Beziheungen die ich hatte fingen immer gut an aber nach 3 4 Monaten kamen genau die Punkte hoch, welche als ego-Liebe beschrieben wurden. Logischerweise bin ich single und nach den erfahrenen enttäuschungen wird das wohl auch erst so bleiben. Naja, die Frage die ich dann stellen möchte ist, wie komme ich auf den rechten weg :P Ich würde sagen ich stehe von meinen Gewohnheiten auf der bösen Seite und auch in meinem Freundeskreis verhalte ich mich nicht korrekt. Ein schleichender Prozess über Jahre führte mich dazu. Aber da ich oft an mich denke habe ich auch versucht mein Wissen zu erweitern um wieder gut dazustehen und mein Selbstwertgefühl damit zu steigern (was mach auf diese seite gebracht hat), alles ziemlich erbärmlich und das wissen hat mir die Augen geöffnet. Ein Faktor könnte auch meine oberflächliche Familie sein mit denen man über solche Themen nicht reden kann. Jetzt Dränge ich mich wieder in den Mittelpunkt und versuche Aufmerksamkeit zu bekommen in dem ich subjektive Erfahrungen in meinen Text einbringe. Falls eine Antwort kommt wird die Person wohl wissen was er mir zu schrieben hat und dafür bedanke ich mich im vorraus

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    1. Gut, dass du deine Umwelt und insbesondere dich kritisch hinterfragst. Das wird dich auf den richtigen Weg führen. Hör niemals damit auf, dich zu verändern.

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  7. 1 wer wirglich liebe geben will, will nihct besitzen
    2 der mensch ist von der evolution nicht dazu gemacht monogarm zu sein
    die monogarmie ist eine entscheidung die viel willenkrapft braucht
    3 sind wir von der kahtolischen kirche, oder so davon überzeugt worden das die dinge so sind wie sie sind, aber in wirglichkeit nur so scheinen
    4 glaube ich ich daran das wir uns von zwängen der gesellschaft befreien und aus dem kopf raus müssen, und uns mehr dem zufügen müssen was unser körper möchte
    gezeichnet
    zusanoo =)

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