Montag, 1. Februar 2010

Aufklärung Nr. 4: Bisphenol A

Ich bin nun im 4. Teil der Aufklärungsserie angelangt und habe vor noch über einige interessante Themen mehr zu schreiben. Hier zu einem weiteren, großteils unbekannten, Thema:



Bisphenol A. Die meisten Menschen werden nicht wissen was das ist, klingt es doch sehr utopisch. Ist es aber nicht, denn wir kommen tagtäglich damit in Berührung und nehmen es auf. Bisphenol A (BPA) ist in sehr vielen Kunstoffen enthalten und wird ins Wasser, in die Lebensmittel oder was auch immer mit diesen Kunstoffen in Berührung kommt, abgegeben.
Bisphenol A ist eine in großen Mengen produzierte Chemikalie; weltweit werden jährlich mehr als drei Millionen Tonnen hergestellt. Dabei dient BPA vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese von polymeren Kunststoffen auf der Basis von Polyestern, Polysulfonen, Polyetherketonen, Polycarbonaten und Epoxidharzen. BPA hat daher große wirtschaftliche und technische Bedeutung. Aus diesen Kunststoffen werden allerdings auch zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken hergestellt.

Wir gehen mit Plastik um, als wäre es normal und total natürlich. Als wäre es schon immer verfügbar gewesen und als hätten wir es schon immer gebraucht. Falsch. Kunststoffe gibt es erst seit Jahrzehnten und die Wirkungen, welche die Stoffe, die sie enthalten, haben, werden erst seit kurzem realisiert. Unter anderem haben diese verheerende Auswirkungen auf unser einziges Gut. Unseren Körper.

JEDER Mensch ist von dieser Chemikalie betroffen! Außer man verzichtet auf die Verwendung von Plastikflaschen, Plastikgeschirr, beschichteten Dosen etc etc. In 90 % der Weltbevölkerung kann diese Substanz nachgewiesen werden! Ein chemisch hergestellter Weichmacher in jedem von uns. Was für eine tolle Vorstellung..

Wir müssen bedenken, dass die meisten Chemikalen, die vom Menschen erschaffen wurden, kaum bis keinen Nutzen für den Körper haben. Sie kommen nicht in der Natur vor und unser Körper kann mit ihnen nicht umgehen. Sie haben also ausschließlich negative Wirkungen auf unser System. Wir werden anfällig, krank und körperlich kaputt.
 

Welche Auswirkungen auf den Körper hat BPA?
Wikipedia:
Bisphenol A ist im Experiment und unter ungünstigen Umweltbedingungen bei Tieren einschließlich Säugetieren ein Xenoestrogen mit estrogenartiger Wirkung (siehe auch Endokrine Disruptoren). So stört es nicht nur die Sexualentwicklung, sondern auch die Gehirnentwicklung bei Mäusen und Vögeln. BPA steht außerdem im Verdacht, auch beim Menschen gesundheits- und erbgutschädigend zu sein. Aktuellen amerikanischen Untersuchungen zufolge könnte auch die zivilisatorische Fettleibigkeit darin eine der Ursachen haben.
Diese Nebenwirkungen wurden durch viele Studien belegt, doch noch immer ist dieser Stoff in unserem Essen. Zeigen wir noch ein paar Fakten mehr auf:
  • Bisphenol - A imitiert das weibliche Sexualhormon Östrogen.
  • BPA geht auf Getränke und Nahrungsmittel über (je höher die Temperatur, desto mehr BPA löst sich aus dem Kunststoff zB Mikrowelle)
  • In Tieren schaden winzige Mengen, tausend mal geringere Mengen, als das was Menschen konsumieren, massiv dem Fortpflanzungssystem und verursachen Krebs
  • Die Rate an Östrogen verursachtem Brustkrebs ist weltweit explodiert
  • Brustkrebszellen vermehren sich rasch, wenn man BPA hinzufügt
  • Bei der Untersuchung gesunder amerikanischer Männer fand man heraus, dass nur 15% ihrer Spermien nicht beschädigt sind und die Anzahl der Spermien weniger als die Hälfte des Niveaus der Männer der 50er Jahre erreicht.
 Es sollte jedem einleuchten, dass ein weibliches Sexualhormon (Östrogen) nicht gesund für den Mann ist! Männer leiden stark unter dem Einfluss von BPA und verlieren immer mehr an ihrer Potenz:

  • The quality of sperm is declining. Eighty-five per cent of the sperm produced by a healthy male is DNA-damaged.
  • Damaged sperm have been linked to a 300% increase in testicular cancer - a form of cancer that affects young men in their 20s and 30s.
Um nur 2 sehr drastische Fakten herauszupicken. Wer mehr lesen möchte, bitte gerne: Hier

Dass die Einnahme von BPA auch speziell für Frauen gefährlich ist, sollte ebenfalls jedem einleuchten! Hier sollte man sich die Schäden von einem erhöhten Östrogen-Spiegel ansehen. Diese reichen von Kopfschmerzen, über Fehlgeburten, bis zur Gewichtszunahme. Falls solche Symptome auftreten, vielleicht mal über BPA nachdenken.

Also nicht nur, dass BPA den weiblichen Zyklus stört, der männlichen Fruchtbarkeit schadet, männliche Spermien schädigt und somit unsere Nachkommen ebenso schädigt, fördert es auch noch Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte!

Was tun?
Zu sagen "Verzichtet auf Plastik" ist wohl unmöglich einzuhalten. Auf dem Gebiet können wir wenig machen (wer anderer Meinung ist hier kommentieren!). Was zu tun wäre ist wie immer das informieren von Leuten in eurem Umfeld, auch wenn viele von euch schon als "Moralapostel" dastehen, ist es wichtig weiterzumachen. In diesem Fall müssen wir hoffen, dass die Politik und die Industrie aufgrund des Drucks der Bevölkerung endlich einlenkt und die Verwendung von Bisphenol A endlich stoppt! Bis dahin müssen wir es meiden versuchen. BPA kann man zwar nicht ganz aus seinem Speiseplan verbannen, man kann es aber sehr wohl vermeiden.

Oft sind Kunststoffbehälter für Lebensmittel aus Polycarbonat mit dem Kürzel „PC“ gekennzeichnet. Fehlt es jedoch, können Sie Polycarbonat daran erkennen, dass es hart und kristallklar ist (wie CD-Hüllen). Gesundheitlich unbedenkliches Polypropylen, das ebenfalls für Lebensmittel geeignet ist, ist dagegen etwas flexibler und leicht milchig, also weniger durchsichtig.

Die Vermeidung von BPA hältigem Plastikgeschirr ist auch leicht getan. Eure Spermien werden es euch danken. Wer weiß, vielleicht braucht ihr sie ja eines Tages noch!

Ich kann euch den österreichischen Film "Plastic Planet" sehr ans Herz legen. "Wenn sie diesen Film gesehen haben, werden sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken" Mit diesen Worten beginnt der Trailer. Der Film stammt aus dem Jahr 2009, ist also brandaktuell.
Auch der Film "Plastik über alles", welcher auf Arte gespielt wurde und unten als Youtube Playlist zum Genuss bereit steht, ist sehr aufschlussreich über die Auswirkungen unserer "Plastik-Wegwerfgesellschaft".

Scheint fast so, als wären schädliche Chemikalien überall und omnipräsent. Scheint nicht nur so, ist auch so! Kein Wunder, dass die Anzahl an Krebspatienten stetig steigt, Krebskranke immer jünger werden und dass voraussichtlich bald jeder 2. Mann und jede 3. Frau an Krebs erkranken werden, wie ich in meinem 1. Artikel der Aufklärungsserie, Aufklärung Nr. 1 Krebs, schon berichtet habe.


"Plastik über alles" auf arte



So findet man im Meer auf einem Quadratkilometer bis zu 46.000 Plastikteile!
Meereslebewesen verwechseln Plastikteile mit Nahrung und nehmen diese auf. Eine Untersuchung von Eissturmvögeln an der Nordsee hat ergeben, dass 95% der Tiere Plastik in ihren Mägen hatten! Wir essen dann mit Plastik verseuchte Fische und nehmen die ganzen Gifte auf. Der Film zeigt auch schön, dass es genügend unschädliche Alternativen zum herkömmlichen Plastik gibt, doch diese werden unterdrückt.

Update zu diesem Artikel

Kommentare:

  1. Hab' "Plastik über alles" auch auf Arte gesehen.
    Daraufhin hat uns die Erkenntnis eingeholt, dass es lediglich eine Mineralwassersorte im örtlichen Supermarkt gibt, die in Glasflaschen abgefüllt wird!

    Interessant ist ja auch, dass es bereits diverse Bio-Kunststoffe, die wirklich abbaubar sind, gibt.
    Aber bis diese den Markt erreichen wird es wohl noch seine Zeit brauchen

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  2. diese setzt die elite dann für sich ein, während wir discount-gänger und 08/15 bauern schon längst total asugebeutet und an krebs verreckt sind

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  3. Ich trete bei greenpeace ein. Die tun wenigstens etwas. Wir müssen umdenken.

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